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Brotbackkunst

Bild ohne Beschreibung Mein Lieblingsbäcker hat in diesem Jahr sein Geschäft an einen Nachfolger verkauft und seitdem kann ich das Brot nicht mehr essen. Es schmeckt schlicht und ergreifend einfach nicht mehr. Wie angekündigt, habe ich also jetzt angefangen selbst Brot zu backen. Und auch wenn ich ausschließlich mit Hefeteig backe, kann sich das Ergebnis sehen lassen und wird von allen sehr gelobt.

Am meisten kommt in diesem Haushalt ein klassisches Weißbrot oder - mein Favorit - das Dinkel-Leinsamen-Brot an, für das ich hier mal kurz das Rezept dokumentiere.

Zutaten

  • 500g Dinkelmehl (am besten Vollkorn oder Type 1050)
  • 350g Wasser
  • 75g Leinsamen
  • 8g frische Hefe (oder 2,6g Trockenhefe)
  • 10g Salz

Zubereitung

  • Die Leinsamen mit kochendem Wasser übergießen und für 30 Minuten darin ziehen lassen. Danach in ein Sieb geben und so gut wie möglich abtropfen lassen. Man kann die Leinsamen mit einem Löffel auch ein paar Minuten umrühren, damit die Flüssigkeit besser ablaufen kann.
  • Mehl und Salz in einer Schüssel miteinander vermischen. Die Hefe im Wasser auflösen und gemeinsam mit den Leinsamen in die Schüssel geben. Alles mit einem Kochlöffel gut durchrühren bis der Teig eine homogene Konsistenz hat. Den Teig anschließend zugedeckt für 2 Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen.
  • Jetzt wird der Teig in der Schüssel gedehnt und gefaltet. Dabei nimmt man eine Seite vom Teig und schlägt sie einfach über die andere. Das wird ein paar mal wiederholt. Anschließend den Teig wieder zudecken und eine weitere Stunde ruhen lassen. Dieses Video zeigt wie man weiche Teige wie diesen mit Hilfe von Wasser falten kann. Für feste Teige - wie etwa Weißbrote - geht man so vor.
  • Den Brotteig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und dann abermals dehnen und falten. Den Teig danach zu einem Laib formen und ein bemehltes Gärkörbchen geben. Den Teig nun noch einmal für 30 Minuten ruhen lassen. Währenddessen den Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen und einen gusseisernen Topf in den Ofen stellen.
  • Das Brot auf ein Blatt Backpapier stürzen und zusammen mit dem Backpapier in den heißen Topf geben. Der gusseiserne Topf kommt mit geschlossenem Deckel für 30 Minuten in den Ofen.
  • Den Topf aus dem Ofen nehmen, das Backpapier entfernen und den Topf anschließend ohne Deckel noch einmal für 20 Minuten bei 220°C in den Ofen stellen - um eine schöne Kruste zu erzeugen.
  • Klopftest nicht vergessen und dann guten Appetit!

Bolognese-Sauce zum Reinlegen

Bild ohne Beschreibung Bolognese-Sauce ist das Rezept, das ich über viele Jahre immer weiter optimiert habe. Wenn ich mich an die Frühzeit meiner Bolognese-Karriere zurück erinnere, war da im Grunde nichts außer Hackfleisch und jede Menge Ketchup. Allein beim Gedanken daran schüttelt es mich noch immer.

Über viele Jahre hinweg ist dann dieses mittlerweile sehr bewährte Rezept entstanden. Ein langer Weg mit einem Ergebnis, nach dem sich regelmäßig alle die Finger lecken. Egal ob die Sauce auf Spaghetti oder als Lasagne serviert wird.

Ein gut gemeinter Ratschlag vorab: Eine gute Bolognese-Sauce braucht Zeit. Das Minimum ist eine Kochzeit von 2-3 Stunden. Wer weniger Zeit hat, sollte besser etwas anderes Kochen.

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Zutaten

  • 500g Hackfleisch
  • 200ml trockener Rotwein
  • 1 Liter Rinderbrühe
  • 4 reife Tomaten (alternativ eine Dose gehackte Tomaten)
  • 2 Karotten
  • 2 Zwiebeln
  • 5 Zehen Knoblauch
  • ¼ Knollensellerie
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 EL Oregano (gerebelt)
  • 1 EL Thymian (gerebelt)
  • 1 EL Majoran (gerebelt)
  • eine Handvoll Basilikum
  • Olivenöl
  • Pfeffer & Salz

Zubereitung

  • Nach dem das Gemüse geputzt ist, die Karotten, Zwiebeln, Sellerie und Tomaten in kleine Würfel schneiden.
  • Die Rinderbrühe zum mit den Gewürzen und den geschnittenen Tomaten in einem großen Topf zum Kochen bringen.
  • Das Hackfleisch in etwas Olivenöl scharf anbraten, dabei zerkleinern und anschließend Salzen und Pfeffern.
  • Das Hackfleisch zur Brühe geben.
  • Das restliche Gemüse in etwas Olivenöl anschwitzen. Das Tomatenmark dazugeben und etwas anrösten. Alles mit Rotwein ablöschen und in die Brühe geben.
  • Die Sauce aufkochen lassen und anschließend die Temperatur reduzieren.
  • Die Sauce mindestens 2-3 Stunden auf kleinster Stufe vor sich hinköcheln lassen. Dabei immer wieder mal umrühren.
  • Zum Ende der Kochzeit die Sauce noch einmal mit Pfeffer und Salz abschmecken. Wenn die Bolognese-Sauce zwischenzeitlich zu sehr eingedickt ist, mit etwas Nudelwasser verdünnen. Und Nein, zum Verdünnen kann man nichts anderes verwenden!

Die angegebene Menge reicht für mindestens 6 Personen. Reste können sehr gut am nächsten Tag noch einmal aufgekocht oder zu Nudelauflauf verarbeitet werden.

Rosinenschnecken

Bild ohne Beschreibung Bild ohne Beschreibung Ich bin in diesem Haushalt schon einige Jahre für die Zubereitung von Pizza zuständig. Dabei ist es mit dem richtigen Rezept quasi ein Selbstläufer, der selbst unter Zeitdruck gelingt.

Gewurmt hat mich an dieser Pizzasache bisher jedoch immer, das ich keine Verwendung für die restliche Hefe hatte. Alles was auch nur ansatzweise lecker klang, war entweder wahnsinnig aufwendig oder aufgrund mangelnder Zutaten nicht realisierbar.

Bei Chefkoch bin ich nun über dieses Rezept für Rosinenschnecken gestolpert, das ich minimal an den entscheidenden Stellen gepimpt habe. Alles was man für dieses Rezept benötigt, findet sich sogar in einem völlig abgebrannten Haushalt.

Zutaten für den Teig

  • 500 g Mehl
  • 125 g Butter
  • 250 ml Milch
  • ½ Würfel Hefe
  • 25 g Zucker
  • 1 TL Salz

Zutaten für die Füllung

  • 50 g Rum-Rosinen
  • 50 g Zucker
  • 2 TL Zimt

Zubereitung

  • Die Butter schmelzen, in die lauwarme Milch geben und etwas verrühren.
  • Die Hefe in die lauwarme Flüssigkeit bröckeln. Das Ganze anschließend mit 25 g Zucker bestreuen und solange stehen lassen, bis Blasen aufsteigen.
  • Die Flüssigkeit in die Mehl-Salz-Mischung geben und den Teig mindestens 5 Minuten gut verkneten.
  • Den Hefeteig anschließend zugedeckt mindestens 30 Minuten gehen lassen. Wer den Teig länger ruhen lässt, braucht später die fertigen Rosinenschnecken vor dem Backen nicht mehr so lange Ruhen zu lassen.
  • Währenddessen 50 g Zucker mit dem Zimt und den Rum-Rosinen vermischen.
  • Den Teig nach der Ruhezeit zu einer etwa ½ cm dicken, möglichst rechteckigen Teigplatte ausrollen. Zum Ausrollen auf keinen Fall Mehl verwenden. Wenn der Teig gelungen ist, wird er nicht auf der Arbeitsplatte kleben bleiben.
  • Den ausgerollten Teig etwas mit Wasser bestreichen und die Zucker-Rosinen-Mischung auf dem Teig verteilen.
  • Die Teigplatte von einer Seite (ruhig etwas fester) aufrollen und anschließend in 1-2 cm breite Scheiben schneiden.
  • Die Scheiben mit gebührendem Abstand auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen.
  • Das Blech an einem warmen Ort 20-30 Minuten stehen lassen und anschließend im vorgeheizten Backofen bei 200°C in 15-20 Minuten goldbraun backen.
  • Zwei Esslöffel Aprikosenmarmelade erwärmen und die Rosinenschnecken direkt nach dem Backen mit der Marmelade bestreichen.
  • Die Goldstücke etwas auskühlen lassen und am besten noch frisch genießen.

In Rosinenschnecken gehören übrigens ausschließlich Rum-Rosinen. Wer etwas anderes behauptet, hat keinen Geschmack. Hat man keine Rum-Rosinen zur Hand, ist die einzig erlaubte Modifikation ein geraspelter Apfel.

Kaiserschmarrn

Bild ohne Beschreibung Kaiserschmarrn ist einfach zu lecker zum Fotografieren. Dafür lässt er sich allerdings in wenigen Minuten zubereiten.

Zutaten

  • 125 g Weizenmehl
  • 4 Eier
  • 125 ml Milch
  • 50 g Zucker
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Butter
  • Puderzucker
  • 100 g Rum-Rosinen
  • Butterschmalz zum Ausbacken

Zubereitung

  • Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz zu Eischnee verarbeiten.
  • In einer Schüssel Eigelb, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren.
  • Milch und Mehl unter den Teig rühren.
  • Anschließend den Eischnee vorsichtig unter den Teig heben.
  • Das Butterschmalz in der Pfanne bei mittlerer Hitze zerlaufen lassen.
  • Den Teig in die Pfanne geben und für 3-4 Minuten vorsichtig anbacken lassen. Dabei dann die Rum-Rosinen locker auf dem Teig verteilen,
  • Wenn der Kaiserschmarrn angebacken leicht angebacken ist, den Schmarrn mit einem Pfannenwender in vier Teile zerteilen. In die Schneidekanten großzügig Puderzucker verteilen und anschließend Stück für Stück wenden. Dabei vor dem erneuten Hineinlegen in die Pfanne jeweils etwas Butterschmalz in die Pfanne geben.
  • Alles zerzupfen und ausführlich mit Puderzucker bestäuben.

Dazu gibt es bei uns meistens Apfelmus oder frische Beeren mit Vanillesauce.

Holunderblütengelee

Bild ohne Beschreibung Bild ohne Beschreibung Ein Glas Holunderblütengelee gehört auf jeden Frühstückstisch. Und da es unheimlich einfach zuzubereiten ist, habe ich heute einen kleinen Vorrat gekocht, von dem wir die nächsten Monate Wochen zehren können.

Bevor es losgeht braucht man natürlich Holunderblüten. Holunder blüht von Mai bis Juni und ist dank seiner markanten Blüten schon von Weitem sehr gut zu erkennen. Die in diesen Rezept angegebene Menge reicht für gut 10-14 Gläser von dem leckeren Gelee.

Zutaten

  • 30 Holunderdolden
  • 1,5 Liter Apfelsaft
  • 2 kg Gelierzucker (1:1)

Zubereitung

  • Die Holunderdolden in einen Gefäß mit Apfelsaft übergießen. Darauf achten, dass die Stielenden nicht mit Saft bedeckt sind. Das Ganze zugedeckt einen Tag ziehen lassen.
  • Am nächsten Tag die Dolden entnehmen und den Saft durch ein Sieb in einen großen Kochtopf gießen. Den Kochtopf dabei auf keinen Fall zu klein wählen! Nachdem man den Saft mit dem Gelierzucker gemischt hat, sollte der Kochtopf nur halbvoll sein.
  • Den Saft mit dem Gelierzucker mischen, aufkochen und 4 Minuten sprudelnd weiterkochen lassen.
  • Den Topf vom Herd nehmen und vorsichtig in die ausgekochten Marmeladengläser füllen. Die Gläser dabei randvoll machen, sofort verschließen und auf den Deckel stellen.
  • Die Gläser gut auskühlen lassen und anschließend kühl und dunkel aufbewahren.

Guten Appetit!