Alben des Jahres (MMXVII)

Ich bin ja eigentlich ein »Alleshörer«, dennoch war ich 2016 im Grunde nur von klassischer Musik Klaviermusik zu begeistern. Meine Lieblingsalben in diesem Jahr sind wieder deutlich vielschichtiger.

Mit »Sugar Rush« hat Nic Cester ein sehr kraftvolles und abwechslungsreiches Debutalbum veröffentlicht. Soul, Blues, Psychedelic Rock - irgendwie ist alles mit dabei. Ein Album das man tatsächlich in Dauerschleife hören kann. Für mich die Neuentdeckung des Jahres.

Ich weiß, Wanda liebt oder hasst man. Dazwischen gibt es eigentlich nichts. Ich jedenfalls liebe »Niente«, das dritte Album der Wiener Jungs. Eingängige Melodien, der berühmte Wiener-Schmäh und Refrains bei denen man einfach mitsingen muss. Dieses Album kann man eigentlich immer und überall hören.

Ohne Klavier ging es aber auch 2017 nicht: »Endless« ist das extrem hörenswerte Debütalbum von Luca D'Alberto. Neben klassischen Streichinstrumenten und dem Piano kommt auch eine elektrische Violine zum Einsatz. Alle Musikinstrumente wurden übrigens von Luca D’Alberto selbst eingespielt. Herausgekommen ist ein ausdrucksstarkes Kunstwerk bei dem man leicht ins Träumen kommt.

Aus dem letzten Jahr höre ich übrigens immer noch »Blue Hour« von Federico Albanese sehr regelmäßig.

88/<3/2016

Verglichen mit meinen bisherigen Hörgewohnheiten, war das Jahr 2016 höchst ungewöhnlich. Auf der einen Seite habe ich mehr Musik gehört als jemals zuvor. Auf der anderen Seite hat sich die Zeit, die ich für den bewussten Konsum von Musik aufgewendet habe, auf wenige Künstler verteilt.

Meine Lieblingsalben des Jahres 2016 spiegeln meine Leidenschaft für minimalistische Klaviermusik. Jedes dieser Alben für sich genommen ist absolute Weltklasse und gehört unter jeden Weihnachtsbaum in jede Musiksammlung.

Nils Frahm hat mit »Solo Remains« ein Kunstwerk von unglaublicher Melodik und atemberaubender Klangtiefe geschaffen. Das Album wurde auf dem größten Klavier der Welt eingespielt. Und das hört man auch. Am besten genießt man dieses Werk im dunklen Wohnzimmer. Vorausgesetzt man verfügt über entsprechendes Audio-Equipment um die Klänge genießen zu können. Das Album kann übrigens auf der Webseite kostenlos heruntergeladen werden.

Ebenfalls extrem hörenswert ist »Blue Hour« von Federico Albanese. Das Album wird getragen von minimalistischer Klaviermusik, hier und da untermalt von einer Handvoll elektronischer Beats und beinah unsichtbaren Begleitinstrumenten.

Unverfälschte und glasklare Klaviermusik hingegen gibt es auf dem Album »Piano Project« von The Daydream Club zu hören.