Oben links am Lago di Bènaco

Nachdem wir die letzten beiden Urlaube in eher nördlichen Regionen verbracht haben, hat es uns diesmal an den Gardasee verschlagen. Genauer gesagt an das Nordwestufer, nach Limone sul Garda. Noch genauer in die Berge darüber, nach Vesio - ein verschlafenes Dorf in der Gemeinde Tremosine mit einem sehr hörenswerten Glockenspiel.

Eingekeilt zwischen steil aufragenden Berghängen, weht in der nördlichen Ecke des Gardasees ein konstanter Wind. Aber auch wenn man nicht auf dem Surfbrett unterwegs ist, kann man hier im Wasser viel Spaß haben. Die steinigen Strände (Badeschuhe aus Neopren sind sehr zu empfehlen) sind extrem sauber und abseits der ausgewiesenen Badestrände auch angenehm leer. Ein besonders schwer zugänglicher und somit ruhiger Strandabschnitt findet sich hier. Schon das Parken direkt am Tunnel ist ein Abenteuer und das Ausparken ein echtes Kunststück.

Nachdem das Trinkwasser hier leicht gechlort aus der Wasserleitung kommt, haben wir unser Trinkwasser alle paar Tage frisch aus der Quelle Acqua Benedetta geholt, an der sich auch viele Einheimische mit Trinkwasser versorgen. Der Weg dorthin ist abenteuerlich. Wenden kann man hier nur an sehr wenigen Stellen. Der Weg in dieses abgelegene Tal lohnt sich auch als Ausgangspunkt für Wanderungen in einer atemberaubenden Landschaft.

Für Erfrischung an heißen Tagen sorgt der Bergbach der eiskaltes Schmelzwasser in den Gardasee befördert. Große und kleine Steine, sowie künstliche Staustufen laden zum Verweilen im angenehm frischen Wasser ein. Damit ist dieser Ort die ideale Alternative zum Gardasee, besonders wenn es am See drückend heiß ist.

Zumindest wenn man sein Auto beherrscht, ist die Fahrt auf der Strada della Forra durch die Brasa-Schlucht ein einzigartiges Erlebnis. Im Anschluss das obligatorische Foto von der Schauderterrasse nicht vergessen!

Limone sul Garda ist sehr sehenswert, wenn auch stellenweise zu stark vom Tourismus geprägt. Einige Kilometer weiter südlich befindet sich das kleine Städtchen Gargnano, das noch sehr authentisch geblieben ist. Mit seinen zwei Häfen ist dieser Ort wirklich sehenswert.

Auf der anderen Seeseite befindet sich das besonders sehenswerte Malcesine. Leider gehört dieser Ort zum Pflichtprogramm aller Touristen. In Malcesine gibt es im Dolce Vita das beste Eis weit und breit (unbedingt »Cassata Siciliana« probieren).

Darüber hinaus sehenswerte Ziele: Solange man einen großen Bogen um die Casa di Giulietta macht, ist Verona ein lohnendes Ziel für einen Tagesausflug. Über eine Wanderung zur Santuario Di Montecastello freut sich nicht nur der Schrittzähler. Ehrlich gesagt noch schöner als der Gardasee - vor allem zum Baden - ist der Ledrosee: Liegewiesen mit viel Schatten und viel weniger Touristen. Von hier aus kann man auch sehr schön wandern. Ein Abstecher hier hoch lohnt sich also auf jeden Fall.

Fazit: Tolle Landschaft, nette Menschen und erstklassiges Essen. Uns hat es hier so gut gefallen, das wir nächstes Jahr einfach noch einmal hierher kommen werden.

Ostseeurlaub

Nach der holländischen Nordsee im letzten Jahr, hat es uns dieses Jahr an die Ostsee verschlagen - genauer an den Greifswalder Bodden. Ein sehr schöner Flecken Erde, den wir mit Sicherheit nicht zum letzten mal besucht haben.

An der Ostsee geht man natürlich eigentlich Baden. Und das am Besten direkt an den Stränden vom Ostseebad Lubmin. Wer nicht so viel Glück mit dem Wetter hat, zu weich für das Wetter ist, oder sich auch mal die Beine vertreten will, darf sich von den folgenden Ausflugstipps gern inspirieren lassen.

Loddin ist ein verschlafenes historisches Fischerdorf, das seinen Charme vor allem von den reetgedeckten Fischerhäuschen bezieht. Am Ende des Dorfes kann man eine kleine Wanderung zum Loddiner Höft machen. Der Ausblick ist traumhaft schön. Auf dem Rückweg sollte der fangfrische Fisch im Fischrestaurant Waterblick unbedingt auf der Speisekarte stehen.

Das Naturschutzgebiet Lanken bei Loisin ist für entspannende Strandspaziergänge abseits vom Trubel bestens geeignet. Wenn man hier anderen Menschen begegnet, hat man wirklich Pech. An diesem wundervollen Naturstrand hat man auch große Chancen Bernstein zu finden.

Die Hansestadt Greifswald ist mit ihrem sehenswerten historischen Stadtkern ideal für einen entspannenten Einkaufsbummel. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann direkt am Ende der Fußgängerzone in den kleinen, aber liebevoll gestalteten Tierpark einkehren. Besonders sehenswert tolle Fotomotive sind die Klosterruine Eldena und die Wiecker Holzklappbrücke. In der Eisdiele am Kloster Eldena bekommt man übrigens das beste Softeis weit und breit.

Eine etwas weitere Reise ist Stralsund. Neben dem obligatorischen Besuch im Ozeaneum ist die wunderschöne Innenstadt natürlich ebenfalls einen Besuch wert. Wer noch ein Mitbringsel aus dem Urlaub benötigt, stattet dem Stralsunder Whiskeyhaus einen Besuch ab. Entweder um leckeren Whiskey zu kaufen, oder einfach nur, um mit dem Besitzer über Gott und die Welt zu reden. Im Idealfall verbindet man einfach beides.

Noch etwas weiter weg vom Greifswalder Bodden, nämlich auf Rügen - genauer im Nationalpark Jasmund, befinden sich die berühmten Kreidefelsen. Da ein Ostsee-Urlaub ohne ein Foto vom Königsstuhl leider ungültig ist, begibt sich natürlich auch jeder Tourist auf den Weg dorthin. Dementsprechend geht es hier auch zu. Statt zum Königsstuhl direkt, empfehle ich zur Viktoriasicht zu wandern. Erstens spart man sich die Eintrittsgebühren, zweitens ist es nicht ganz so voll und drittens hat man von dort einen wunderschönen Blick auf den Königsstuhl. Und wer gerade keinen Urlaub an der Ostsee machen kann, oder einfach nur Sehnsucht hat, darf den Panoramablick auch ohne anstrengende Wanderung direkt von der Couch aus genießen.

Natürlich gibt es noch viel mehr Dinge die man machen kann. Aber das sind die wirklich guten Sachen. Spart euch den mittelmäßigen Rest einfach und genießt den Strand.

Vakantie in Holland

Wir waren 2 Wochen in Holland den Niederlanden, genauer gesagt in Südholland, auf der Halbinsel Goeree-Overflakkee. Das war insgesamt ein rundum gelungener Urlaub. Wiederholungsgefahr ist durchaus gegeben.

Die Nordsee ist meiner Meinung nach ja weniger zum Baden geeignet, wie die Ostsee. Nichtsdestotrotz, gibt es hier tolle mit Muscheln nur so übersähte Badestrände. Aber selbst bei sonnigen Wetter pfeift der Wind hier sehr stark.

Auch für Aktivitäten abseits der Badestrände ist die Region bestens geeignet. Im nur wenige Kilometer entfernten Rotterdamm lohnt sich neben der Hafenrundfahrt auch ein Besuch im wirklich sehr sehenswerten Zoo Bljidorp. Ich weiß, für 4 Personen kostet der Zoo inklusive Parkgebühr satte 100 Euro, Essen noch nicht eingerechnet. Es lohnt sich trotzdem. Wirklich.

Amsterdam ist nur knapp eine Stunde entfernt und lohnt sich nicht nur zum Shopping. Wie fast alle niederländischen Städte, hat auch Amsterdam eine sehr sehenswerte Innenstadt. Mit einer Grachtenfahrt lernt man die sehenswerte Stadt noch einmal aus einer anderen Perspektive kennen. Davor oder danach sollte man auch mal durch den Koninklijk Paleis schlendern.

Andere sehenswerte Orte sind Delft, Renesse, Middelburg und vor allem Vlissingen. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte in Vlissingen einen Abstecher ins Piratenland machen.

Die wichtigeste Erkenntnis dieses Urlaubs: Meine Kinder lieben das holländische Brot.

Schön, schöner, Zillertal

2 Wochen Urlaub im Zillertal waren nicht nur kulinarisch ein Hochgenuss. In dieser Region gibt so viel zu entdecken, im Grunde müssten wir noch einmal wiederkommen. Etwas Inspiration gefällig?

Für mich das Highlight schlechthin sind die Krimmler Wasserfälle. Die herrlich erfrischende Wanderung an den höchsten Wasserfällen Österreichs gehört zum Pflichtprogramm. Direkt danach ab in den Gasthof Falkenstein. Den Kaiserschmarrn nicht vergessen!

Einen echten Geheimtipp gibt es meiner Meinung nach im Zillertal nicht. Wenn dann ist das Stillup-Tal aber noch am ehesten in dieser Kategorie zu verordnen. Hier eröffnen sich wahnsinnig tolle Wandermöglichkeiten Fotolandschaften. Die enge Zufahrt ist nicht jedermanns Sache. Wer sein Auto nicht bis auf den letzten Millimeter kennt, sollte vielleicht besser mit dem Pendelbus in das Tal einfahren. Nicht weniger imposant und deutlich besser mit dem Auto zu erreichen ist der Schlegeisspeicher.

Ebenfalls zum Pflichtprogramm gehören natürlich auch die Swarovski Kristallwelten. Hier die Kreditkarte besser gar nicht erst einstecken. Das beruhigt die eigenen Nerven.

Abschließend bleibt zu sagen: Das Zillertal ist wunderschön. Wenn nur nicht die vielen Touristen wären.