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Playback 2020

Meisterwerk: Tripping with Nils Frahm Ich muss mich leider wiederholen: Nils Frahm hat es mal wieder geschafft, mein Lieblingsalbum des Jahres zu produzieren. Tripping with Nils Frahm ist quasi die Live-Version von All Melody, dem Album das mich 2018 in Dauerschleife begleitet hat. Ansonsten läuft bei mir gern auch Captured Spirits von Mammal Hands.

Mehr noch als Musik höre ich aber tatsächlich Podcasts. Mein unangefochtener Lieblingspodcast ist Alles gesagt?. Ich liebe das Konzept des quasi unendlichen Podcasts und möchte insbesondere die Episoden mit Richard Socher, Mai Thi Nguyen-Kim, Thomas de Maizière, Heiko Maas und vor allem Thomas Hitzlsperger empfehlen.

Nicht unerwähnt sollen an dieser Stelle außerdem die Podcasts Hotel Matze, Every little thing und Pessimists Archive sein. Der beste Politik-Podcast und ebenfalls ein Pflicht-Abonnement in jedem Podcast-Player bleibt natürlich die Lage der Nation.

Liebe für die Ohren (2018)

All Melody, mein Lieblingsalbum 2018 von Nils Frahm Nils Frahm in diesem Jahr mal wieder abgeliefert. Sein Album »All Melody« ist die perfekte Symbiose aus klassischen Elementen und moderner elektronischer Musik. Oder wie der NDR es beschreibt:

Nils Frahm zieht uns auf »All Melody« durch goldene Chorpassagen und schattige Kammermusikinstallationen in seine typischen grazilen Klavierminiaturen. Und schließlich geht es auch, man merkt es erst kaum, in wuchtigere Gebäude, Beats drücken von unten, elektronische Clubmusik, die gibt es ja auch noch. Gerade dieses Reisen durch kontrastierende Stimmungen gibt »All Melody« manchmal fast etwas Symphonisches.

Dieses Album habe ich dieses Jahr unzählbar oft hoch und runter gehört. Für mich ist es das Album des Jahres. Abgesehen davon gab es dieses Jahr noch zwei Neuentdeckungen aus heimischen Gefilden, die mich schwer beeindruckt haben.

»Ich« - das Album der Münchner Brassband Moop Mama - ist die perfekte Kreuzung aus Blasmusik und Rap mit Texten zum Nachdenken. Ein extrem eingängiger Sound, zu dem man sich einfach bewegen muss. Reinhören und das Album abfeiern!

Und zum Anderen hat Fynn Kliemann überraschenderweise offenbart, das er offensichtlich nicht nur unkonventionell mauern, sondern auch noch ausgesprochen gute Musik produzieren kann. Sein Album »Nie« war der Überraschungserfolg des Jahres - ich glaube auch für ihn. Wer diesen außergewöhnlichen Typen etwas näher kennenlernen will, sollte sich Gespräch mit ihm anhören. Direkt danach das Album in Dauerschleife!

Alben des Jahres (MMXVII)

Mein Lieblingsalbum 2017, Nic Cester - Sugar Rush Ich bin ja eigentlich ein »Alleshörer«, dennoch war ich 2016 im Grunde nur von klassischer Musik Klaviermusik zu begeistern. Meine Lieblingsalben in diesem Jahr sind wieder deutlich vielschichtiger.

Mit »Sugar Rush« hat Nic Cester ein sehr kraftvolles und abwechslungsreiches Debutalbum veröffentlicht. Soul, Blues, Psychedelic Rock - irgendwie ist alles mit dabei. Ein Album das man tatsächlich in Dauerschleife hören kann. Für mich die Neuentdeckung des Jahres.

Ich weiß, Wanda liebt oder hasst man. Dazwischen gibt es eigentlich nichts. Ich jedenfalls liebe »Niente«, das dritte Album der Wiener Jungs. Eingängige Melodien, der berühmte Wiener-Schmäh und Refrains bei denen man einfach mitsingen muss. Dieses Album kann man eigentlich immer und überall hören.

Ohne Klavier ging es aber auch 2017 nicht: »Endless« ist das extrem hörenswerte Debütalbum von Luca D'Alberto. Neben klassischen Streichinstrumenten und dem Piano kommt auch eine elektrische Violine zum Einsatz. Alle Musikinstrumente wurden übrigens von Luca D’Alberto selbst eingespielt. Herausgekommen ist ein ausdrucksstarkes Kunstwerk bei dem man leicht ins Träumen kommt.

Aus dem letzten Jahr höre ich übrigens immer noch »Blue Hour« von Federico Albanese sehr regelmäßig.

88/<3/2016

Lieblingsalbum 2016, Solo Remains von Nils Frahm Verglichen mit meinen bisherigen Hörgewohnheiten, war das Jahr 2016 höchst ungewöhnlich. Auf der einen Seite habe ich mehr Musik gehört als jemals zuvor. Auf der anderen Seite hat sich die Zeit, die ich für den bewussten Konsum von Musik aufgewendet habe, auf wenige Künstler verteilt.

Meine Lieblingsalben des Jahres 2016 spiegeln meine Leidenschaft für minimalistische Klaviermusik. Jedes dieser Alben für sich genommen ist absolute Weltklasse und gehört unter jeden Weihnachtsbaum in jede Musiksammlung.

Nils Frahm hat mit »Solo Remains« ein Kunstwerk von unglaublicher Melodik und atemberaubender Klangtiefe geschaffen. Das Album wurde auf dem größten Klavier der Welt eingespielt. Und das hört man auch. Am besten genießt man dieses Werk im dunklen Wohnzimmer. Vorausgesetzt man verfügt über entsprechendes Audio-Equipment um die Klänge genießen zu können. Das Album kann übrigens auf der Webseite kostenlos heruntergeladen werden.

Ebenfalls hörenswert ist »Blue Hour« von Federico Albanese. Das Album wird getragen von minimalistischer Klaviermusik, hier und da untermalt von einer Handvoll elektronischer Beats und beinah unsichtbaren Begleitinstrumenten.

Unverfälschte und glasklare Klaviermusik hingegen gibt es auf dem Album »Piano Project« von The Daydream Club zu hören.