88/<3/2016

Verglichen mit meinen bisherigen Hörgewohnheiten, war das Jahr 2016 höchst ungewöhnlich. Auf der einen Seite habe ich mehr Musik gehört als jemals zuvor. Auf der anderen Seite hat sich die Zeit, die ich für den bewussten Konsum von Musik aufgewendet habe, auf wenige Künstler verteilt.

Meine Lieblingsalben des Jahres 2016 spiegeln meine Leidenschaft für minimalistische Klaviermusik. Jedes dieser Alben für sich genommen ist absolute Weltklasse und gehört unter jeden Weihnachtsbaum in jede Musiksammlung.

Nils Frahm hat mit »Solo Remains« ein Kunstwerk von unglaublicher Melodik und atemberaubender Klangtiefe geschaffen. Das Album wurde auf dem größten Klavier der Welt eingespielt. Und das hört man auch. Am besten genießt man dieses Werk im dunklen Wohnzimmer. Vorausgesetzt man verfügt über entsprechendes Audio-Equipment um die Klänge genießen zu können. Das Album kann übrigens auf der Webseite kostenlos heruntergeladen werden.

Mindestens ebenso hörenswert ist »Blue Hour« von Federico Albanese. Das Album wird getragen von minimalistischer Klaviermusik, hier und da untermalt von einer Handvoll elektronischer Beats und beinah unsichtbaren Begleitinstrumenten. Unverfälschte und glasklare Klaviermusik hingegen gibt es auf dem Album »Piano Project« von The Daydream Club zu hören. Der pure Genuß.

Keine minimalistische Klaviermusik, aber ebenfalls sehr hörenswert sind die von den Münchner Philharmonikern interpretierte 2. Symphonie von Gustav Mahler und die 4. Symphonie von Anton Bruckner.

#liebefürdieohren