Goodbye Apple Watch!

Withings ScanWatch, ein hervorragender täglicher Begleiter Im November 2017 haben mich die mahnenden Worte meiner Hausärztin dazu bewogen, einige Dinge in meinem Leben zu ändern. Neben weniger Fleisch wollte ich vor allem mehr endlich Sport machen. Als Motivationshilfe habe ich mir dann die aktuelle Apple Watch geholt und von jetzt auf gleich einfach konsequent jeden Tag Sport gemacht. Und um keine Ausreden zu haben, habe ich mir ein Rudergerät und ein Ergometer in den Keller gestellt. Und es hat funktioniert: Das abendliche virtuelle Schulterklopfen der Apple Watch für das Schließen der berühmten drei Ringe war genau das Ding, dass mich irgendwie gepackt und am Laufen gehalten hat. Schon nach einem Jahr waren durchschnittlich 60 Minuten Sport pro Tag für mich quasi Standard geworden, ohne den ich nur sehr selten in den Tag gestartet bin. Die positiven Effekte waren schnell zu sehen und wurden auch von meiner Hausärztin lobend zur Kenntnis genommen.

Die Apple Watch war zu meinem wichtigsten täglichen Begleiter geworden. Ich war so stolz auf meine 937 Tage andauernde Serie, das ich gar nicht bemerkt habe das mir die Apple Watch irgendwann mehr geschadet als genutzt hat. Das Schließen der Ringe wurde für mich zur Pflicht. Obwohl ich fast jeden Tag Sport gemacht habe, bin ich am Abend oft genug noch im Wohnzimmer auf und ab gelaufen, um auch noch den Stehring zu schließen. Beim Autofahren oder in langen Meetings habe ich auf ein dezentes Vibrieren der Uhr den Arm geschwenkt um die Stunde nicht zu verpassen. Im Urlaub waren mir die Bewegungsminuten so wichtig, das ich das Ferienhaus im strömenden Regen verlassen habe um zu Joggen, während mir meine Frau einen Vogel gezeigt hat. Ich könnte noch unzählige weitere Beispiele aufzählen in denen mich die Apple Watch zu ungesunden oder asozialen Verhaltensweisen genötigt hat. Fakt ist, das zum regelmäßigen Sport auch Erholungszeiten gehören, aber genau das versucht die Apple Watch durch das Aufrechterhalten von Serien zu verhindern.

Nach etwas mehr als 4 Jahren mit der jeweils aktuellen Generation der Apple Watch habe ich nun in diesem Jahr die Entscheidung getroffen, mich von der Apple Watch zu trennen. Ehrlich gesagt ist mir diese Entscheidung schwerer gefallen als wohl gesund ist. Es hat sich für mich so angefühlt, als könnte ich ohne die Apple Watch nicht mehr gleichwertig leben. Definitiv ein sehr deutliches Zeichen das die Zeit für eine Veränderung reif war. Regelmäßiger Sport war – dank der Apple Watch – zur Routine geworden, für die ich keine Motivation in Form von Ringen mehr gebraucht habe. Auf keinen Fall aber wollte ich darauf verzichten, alle möglichen Körperwerte automatisch zu erfassen. Und auch meine sportlichen Aktivitäten wollte ich weiterhin aufzeichnen. Gleichzeitig wollte ich aber auch endlich eine alltagstaugliche Batterielaufzeit und ein vernünftiges Schlaftracking.

Meine Wahl ist dann erstaunlich schnell auf die Withings ScanWatch gefallen. Withings-Geräte nutze ich schon seit Jahren quasi täglich. Neben dem Blutdruckmessgerät und der Waage habe ich auch den Sleep-Analyzer im Einsatz und kann jedes einzelne Gerät absolut empfehlen. Da die Withings-App die Daten von Apple Health ausliest, war Withings Health Mate schon mit der Apple Watch meine erste Anlaufstelle für alle Gesundheits- und Fitnessdaten. Es war also irgendwie naheliegend auch eine Withings Smartwatch zu nutzen. Zum Glück erfüllt die ScanWatch im Grunde alle meine Anforderungen die ich an eine Smartwatch habe. Die Uhr ermittelt die gleichen Gesundheitswerte die auch die Apple Watch über den Tag sammelt, hat aber gleichzeitig das deutlich umfangreichere Schlaftracking und beinhaltet auch standardmäßig eine Möglichkeit im Leichtschlaf zu wecken. Darüber hinaus sieht man der ScanWatch auch auf den zweiten Blick nicht an, das sie eine vollwertige Smartwatch ist. Durch das klassische Design sieht die ScanWatch nicht aus wie ein Mini-iPhone am Handgelenk. Logischerweise kann das kleine Display der ScanWatch nicht so viele Informationen darstellen wie die Apple Watch. Darauf kann ich aber gern verzichten, wenn ich im Gegenzug eine so sensationelle Batterielaufzeit von – in meinem Fall – fast 3 Wochen bekomme. Nur das ich auf Apple Pay am Handgelenk verzichten muss, war ein echter Wermutstropfen. Da ich aber mein iPhone sowieso immer dabei habe, war das am Ende kein wirkliches Problem.

Auch wenn die positiven Punkte der ScanWatch deutlich überwiegen, gibt es aber natürlich auch Schattenseiten. Mein Hauptkritikpunkt ist, das die ScanWatch nur einen optischen Pulssensor verbaut hat. Aus diesem Grund hat die Uhr beim Tracking von intensiven Sportarten wie Weightlifting noch größere Probleme wie die meisten anderen Smartwatches die in der Regel heutzutage drei Pulssensoren nutzen. Da ich die ScanWatch aber nur zum Aufzeichnen von Yoga, Joggen und Wandern verwende, fällt dieses Manko für mich eigentlich nicht wirklich ins Gewicht. Zum Rudern verwende ich schon seit Jahren meinen Pulsgurt zusammen mit einer spezialisierten App. Und auch zum Mountainbiken nutze ich meinen Brustgurt zusammen mit dem grandiosen Wahoo Elemnt Bolt V2. Und für meine HIIT-Trainings – hauptsächlich TRX und Boxen – verwende ich diese Intervall-App zusammen mit einem Brustgurt. Da die Withings-App die Trainings aus Apple Health ausliest, tauchen die Aktivitäten dann natürlich auch in Health Mate auf. Ansonsten gibt es aber tatsächlich wenig Kritikpunkte an der ScanWatch. Wenn ich noch etwas benennen müsste, dann das der Vibrationsmotor über keine feinen Abstufungen verfügt und damit im Grunde immer in der gleichen Intensität brummt. Und vielleicht noch, das mir die Withings Armbänder alle ein paar Nummern zu groß sind wodurch das Ende lästig übersteht. Aber diesen Punkt habe ich mit diesem super günstigen Armband gelöst, dessen Ende – so wie ich es von der Apple Watch gewohnt war – unter das Armband geschoben werden kann und damit auch nicht mehr im Weg ist.

Alles in Allem bin ich froh die Apple Watch hinter mir gelassen zu haben. Nicht weil die Apple Watch ein schlechtes Gadget ist, sondern weil sich meine Anforderungen an eine Smwartwatch geändert haben. Und nachdem heutzutage fast jeder mit einer Apple Watch rumläuft, ist es irgendwie auch ein Ausdruck von Individualismus eine andere Uhr am Handgelenk zu tragen.

Leckere Paella, einfach und schnell

Leckere Paella im gusseisernen Topf

Als Vorbereitung auf unseren diesjährigen Urlaub habe ich heute nach diesem Rezept eine super leckere Paella gemacht. Mangels ofenfester Pfanne habe ich das Universalwerkzeug, also den gusseisernen Topf verwendet. Das Rezept ist wirklich hervorragend und die Zubereitung funktioniert auch im gusseisernen Topf. Daumen hoch!

Mit dem Moutainbike nach Kloster Schäftlarn und zurück

Die Mountainbike-Tour an den Ickinger Stausee überarbeite ich schon seit Wochen Monaten immer wieder, da man natürlich auf eine Tour von über 100 Kilometern einigermaßen gewissenhaft vorbereitet sein muss. Aber irgendwann muss man die Theorie in die Praxis umsetzen und da der heutige Urlaubstag eine gute Wetterprognose hatte, habe ich mich um 8 Uhr Morgens ins Abenteuer gestürzt.

Der Anfang der verlief weitestgehend durch bekannte Zivilisation. Von Pliening aus ging es über den Riemer See zum Flugplatz Neubiberg. Bis auf die noch etwas frischen Temperaturen, verlief soweit alles gut und ich bin flott vorangekommen ohne mich zu verausgaben.

Die ehemalige Start- und Landebahn auf dem Flugplatz Neubiberg

Nach 30 Kilometern - kurz hinter der Kugleralm - gab es die erste größere Pause. Nach Oberhaching kam dann auch nicht mehr viel, das an Zivilisation erinnert hat. Die Wege wurden endlich auch unwegsamer. Nur 5 Kilometer später habe ich dann zum ersten Mal die Isar gesehen. Was für ein toller Anblick. Also Abfahrt ins Isartal und jetzt ging es endlich wirklich los mit den Trails.

Abfahrt ins Isartal Blick auf die Isar

Nach knapp 10 Kilometer auf teils wirklich wilden Trails, bin ich dann gegen 11:30 Uhr im Kloster Schäftlarn angekommen. Im Biergarten war ich quasi der Erste am Mittagstisch. War wohl noch etwas zu früh. Nach einem Schweizer Wurstsalat und einem alkoholfreien Weißbier ging es dann weiter. Das nächste Etappenziel war der Ickinger Stausee.

Schweizer Wurstsalat im Kloster Schäftlarn Biergarten im Kloster Schäftlarn

Aber zuerst galt es ein paar echte Herausforderungen zu meistern. Die Trails in Richtung Ickinger Stausee wurden immer unwegsamer. Ich musste einen kleinen Wasserlauf passieren und dachte das wäre krass.

Kleiner Wasserlauf in einem Trail

Nur wenige Minuten später stand ich dann vor der echten Challenge. Der eigentlich geplante Weg über den Seitenarm der Isar war aufgrund des hohen Wasserstandes nicht passierbar. Ein paar Meter weiter gab es dann ein paar Baumstämme über die man sich selbst und den Drahtesel auf die andere Seite bugsieren konnte. Ehrlich gesagt wäre es schlauer gewesen ein paar Kilometer Umweg in Kauf zu nehmen und einen anderen Weg zu suchen. Aber ich wollte unbedingt die geplante Strecke fahren. Also allen Mut zusammengenommen und los gings. Logischerweise ging es schief: Ich bin abgerutscht und erst mit dem einen und kurz darauf mit dem anderen Fuß im Wasser gelandet. Zum Glück nicht tief, aber das Wasser war kalt und die Schuhe jetzt nass und bis nach Hause lagen noch über 60 Kilometer vor mir. Irgendwie habe ich es aber dann doch auf die andere Seite geschafft, nur um dann festzustellen, das der anschließende Trail im Grunde kaum zu befahren war. Wirklich dicht zugewuchert und mit echt fiesen Abbruchkanten zur Isar runter. Das war bei weitem der ätzendste Teil der ganzen Tour.

Uff! Auf den Baumstämmen über den Seitenarm der Isar balancieren. Ging natürlich schief.

Umso glücklicher war ich, als ich dann das Stauwehr des Ickinger Stausees vor mir gesehen habe. In mir kam das Gefühl auf, das ich endlich wieder in der Zivilisation angekommen bin.

Das Stauwehr des Ickinger Stausees Sehenswerte Wassermassen am Ickinger Stausee

Aber ehrlich gesagt war noch nicht viel Zivilisation zu sehen. Nach der Umrundung des Stausees ging es wieder in den Wald und dort dann bergauf, raus aus dem Isartal. Oben angekommen, ging es dann über malerische kleine Ortschaften gemütlich nach Aufhofen, wo ich mir am Badeweiher nochmal eine Pause gegönnt habe.

Trail im Wald mit unlustiger Steigung. Aber wer ins Isartal runterfährt, muss halt auch wieder rauf. Pause am Aufhofener Badeweiher. Schade das es zu kalt für eine Badepause war.

Durch den Zauberwald ging es durchs Gleisental. Die Namen beider Orte haben bei der Planung mehr versprochen. Es gab im Grunde kaum etwas wirklich sehenswertes. Aber immerhin auch keine negativen Überraschungen.

Moos auf einem Baumstumpf im Gleisental.

Vor Deisenhofen habe ich mich dann irgendwie verplant. Mir war bewusst das der Bahndamm gesperrt ist. Mutig wie ich war, habe ich dann einfach kurz vor dem Bahndamm einen Weg in den Wald geplant. Ich habe wohl unterschätzt, wie meine Kräfteverhältnisse nach 80 Kilometern aussehen. Diese unnötige Anstrengung hätte ich gern vermieden und die Baustelle lieber umfahren. Nach 85 Kilometern hatte ich Hohenbrunn erreicht. Vor mir fuhr gerade eine S-Bahn ab und mir wuchs der unendliche Wunsch mich einfach in die nächste zu hocken und das Abenteuer zu beenden. Tatsächlich war ich mit meinen Kräften am Ende, aber ich wollte die magischen 100 Kilometer packen und schließlich waren es auch nur noch 25 Kilometer bis Pliening.

Hinter Hohenbrunn habe ich dann meine letzte Pause gemacht. Mein Wasser war aufgebraucht und ich war genervt. Es wäre schlau gewesen eine Tankstelle zu suchen oder einfach in einem Wohngebiet zu klingeln und meine Flaschen auffüllen zu lassen, aber stattdessen bin ich lieber weitergefahren um endlich nach Hause zu kommen. Die restlichen Kilometer gingen nur noch zäh voran, aber immerhin ging es vorwärts. Nach 110 Kilometern habe ich meinen Ausgangspunkt wieder erreicht und war echt kaputt aber auch sauglücklich.

Ich habe mit einem wirklich schlimmen Muskelkater gerechnet, aber am nächsten Tag ging es mir blendend. Dennoch würde ich ehrlichweise sagen, das die 110 Kilometer wohl 30 zu viel waren. Ansonsten insgesamt eine wirklich tolle Tour mit einigen spannenden Trails und vielen sehenswerten Orten. Beim nächsten Mal werde ich dann aber noch sorgfältiger Planen.

Gamberoni al Burro d'Aglio

Gamberoni al Burro d’Aglio Genossen im Francesco im Bremen.

Rinderfilet mit Bratkartoffeln und Speck-Fisolen

200g Rinderfilet mit Bratkartoffeln und Speck-Fisolen Zeit für einen gebührenden Ausstand. Genossen im maier's in Salzburg.